Survival Guide - Wenn die Katastrophe kommt...

Aktualisiert: 14. Dez 2020

Sogenannte "Preper" bereiten sich auf alle möglichen Szenarien vor. Diese beinhalten auf der einen Seite natürliche Katastrophen wie Erdbeben, Tornados, Überschwemmungen, starke Unwetter bis zu extremen Sonnenwinden, welche eventuell nicht mehr vom Erdmagnetfeld abgeleitet werden können. Hier machen wir den Wechsel zu unserer Zivilisation. Bei all diesen Ereignissen kann es sein, dass Teile der oder die gesamte Infrastruktur, inkl Strom-, Wasser- und Transport-Netz beeinträchtigt oder gar komplett zerstört werden. Sicher kurzfristig, aber eventuell auch mittel-/langfristig. Wer weiss...


Ein weiteres Szenario könnten, aus welchen Gründen auch immer, eine Invasion durch andere Volksgruppen, sonstige politische Unruhen bis hin zu Bürger- oder gar Weltkrieg sein.


In allen Fällen wäre es wichtig sich schon einmal den Gedanken gemacht zu haben: "Was wäre wenn?"


Was ist wichtig wenn "die Hütte brennt"? Zuerst aber eine andere Betrachtungsweise. Ändern wir für einen kleinen Moment die Perspektive, weg von Katastrophen, hin zu einem reduktiven Lebensstil.


Die Auseinandersetzung mit der Frage "Was brauche ich wirklich?" macht aus vielen unterschiedlichen Gründen Sinn. Kreisläufe schliessen, hin zu einer natürlicheren Lebensweise. Bewusstsein über die am Ort verfügbaren Ressourcen und diese gezielt einsetzen. Das sind unter Anderem auch Ansätze die man aus der Permakultur sehr gut kennt.


Die Krise oder Katastrophe drängt einen also in eine Richtung von Lebenstil der sowiso natürlicher ist. Das sei einfach am Rande angemerkt, mit der Idee etwas Neugierde und Freude für dieses Thema zu entwickeln und von dort aus diese Preper-Geschichte anzuschauen. Frei von Angst.


Folgend werde ich dir die Massnahmen, welche nach meinen Recherchen für mich Sinn gemacht haben teilen. Aber um den Horizont ganz kurz noch etwas zu erweitern sei angemerkt: Es gibt sogar Kurse und Seminare wo du lernst OHNE Werkzeug in der Wildnis zu überleben und sogar dabei Spass zu haben!


Nicht einmal ein Messer ist dabei. Dort wird einfach mit dem gearbeitet was da ist. Und die Natur gibt so viel her, wenn du den Blick dafür entwickeln kannst. Vertrauen aus der Natur schöpfen und direkt erfahren, dass schon immer alles da war und da sein wird.


Nun kommen wir aber wortwörtlich ans Eingemachte. Ich habe versucht den Bogen möglichst weit über verschiedenste Anforderungen zu spannen.


Es gibt die 3er Regel bis auf eine Ausnahme. Die Ausnahme findest du unter "Waffen" gegen Ende dieses Beitrags.


Abschliessend zur Einführung:

Sei kreativ und erfinderisch. Schärfe deinen Blick auch in deinem Alltag für "Möglichkeiten" und gehe immer weiter weg von "Hindernissen". Lerne zu improvisieren und aus den Ressourcen die du zur Verfügung hast einfach das "Nützlichste" zu machen. Betreibe nur so viel Aufwand wie nötig um ein ausreichendes Ergebnis zu bekommen!


Perfektionismus interessiert hier keine Sau ;-D

Hauptsache es funktioniert.



3er Regel

  • 3 sekunden - Hoffnung

  • 3 Minuten - Atem

  • 3 Tage - Wasser

  • 3 Wochen - Essen

  • 3 Monate - Geist

  • 3 Jahre und mehr - INCH



3 Sekunden - Hoffnung

Egal was passiert. Nimm dir 3 Sekunden Zeit dir über die Situation halbwegs klar zu werden.


Lass Panik und Angst nicht deine Gedanken und dein Gemüt bestimmen!


Wer einen Plan hat behält einen klaren Kopf und braucht nicht in Panik zu verfallen. Haben ist besser als brauchen. Deshalb ist Vorbereitung ein sanftes Ruhekissen. Ich finde es wichtig sich nicht aus Angst, sondern einfach aufgrund möglicher Szenarien vorzubereiten. Genau so wie man sich auch mit dem Thema Gesundheit auseinandersetzen sollte solange sie noch Funktioniert. Wie kann ich diese Funktion mit einfachen Mitteln erhalten? So kann sich auch jeder auf eine Katastrophe einstellen und trotzdem das Leben geniessen, solange sie eben nicht eintritt. Zudem lernt man auf diesem Hintergrund schätzen was da ist. Und wenn eine Katastrophe eintritt hast du getan was du konntest. Wenn nur ein Rucksack mit dem nötigsten griffbereit in der Garderobe rumsteht fühlst du dich gleich viel sicherer.


Es muss natürlich jeder Mensch für sich entscheiden wie weit er sich vorbereiten will und für wie realistisch bzw wahrscheinlich er bestimmte Szenarien hält.



3 Minuten - Atem

Falls Staub, Wind oder Rauch auftritt ist es Gut ein grösseres Tuch dabei zu haben. Das kann einfach ein quatratischer Stoff mit mindestens 40x40 cm sein. Das kannst du dir vor das Gesicht binden. Es lässt sich aber natürlich wenn es kalt ist auch einfach als Halstuch tragen oder du kannst etwas damit zusammenknüpfen. Oder wenn du eine grosse Verletzung an Gliedmassen hast deinen Arm oder dein Bein abbinden um die Blutung zu stoppen. Du kannst auch gefundenes Essen darin aufbewahren.


Bei einem Biowaffen-Angriff oder Radioaktivität wird das Tuch natürlich nicht ausreichen. Wenn allerdings dieser Fall eintritt haben wir alle ganz andere Probleme. Wer will für diesen sehr unwahrscheinlichen Fall immer eine komplete ABC-Ausrüstung mit sich führen? :-D


Dein Atem ist übrigens auch ein wunderbares Instrument um bei Stress deine Biochemie wieder einpendeln zu können. Eine Kurzform ist das Quadrat-Atmen und eine weitere noch viel effektivere Form mit vielen positiven Nebeneffekten ist das Kraftatmen.

Das entsprechende PDF findest du hier im Shop -> Kraftatmen



3 Tage - Wasser

Wasser ist noch wichtiger als Nahrung. Ohne Nahrung kommst du mit Sicherheit etwas länger aus und jeder Mensch trägt in der Regel ausreichend Reserven mit sich herum.


Es sollte etwas mehr als 1 Liter Trinkwasser pro Mensch und Tag, wenn möglich, mitgenommen werden.


Es kann vorkommen dass im Falle einer Katastrophe kein direkt trinkbares Wasser mehr verfügbar sein wird. Deswegen sollte an die Desinfektion und Filterung von Wasser gedacht werden. Es gibt Filterröhrchen welche 99.9% der Fest- und teilweise auch Schadstoffe ausfiltern. Entkeimen solltest du es aber trotzdem.


Zur Eintkeimung gibt es sehr unterschiedliche Lösungen, wie zB:

  • MMS

  • CDL

  • UV Licht

  • Silber


Eventuell wird es auch keine Elektrizität mehr in der Form geben wie wir es uns jetzt gewohnt sind. Nehmen wir an, die Erde erlebt Regional eine Art EMP (elektromagnetischer Puls) oder etwas Ähnliches. Dies kann durch einen Polsprung (manche Forscher warten seit Jahren darauf) aber auch durch sehr starke Sonnenwinde passieren. Dann sind alle elektrischen geräte einfach ausser Gefecht gesetzt. Deshalb würde ich eher auf eine chemische variante Tippen. Ich für mich würde das MMS wählen weil es neben der Desinfektion von Trinkwasser noch viele weitere spannende Fähigkeiten hat. Google weiss dazu mehr, da ich hier MMS aus rechtlichen Gründen nicht mit Gesundheitsthemen in Verbindung bringen darf. Der Grund warum ich mich nicht für das CDL, was den Wirkstoff vom MMS noch reiner enthält, entscheiden würde ist, weil ich es unterwegs nicht kühlen kann und so die Haltbarkeit nicht gewährleistet ist (Chlordioxid gast ungekühlt aus).


MMS ist eine unverwüstliche 2 Komponenten-Lösung. Beide Komponenten für sich sind nahezu ewig haltbar und es wird einfach bei Bedarf die benötigte Menge gemischt. Die Komponenten bestehen aus Natriumchlorit 25% und Salzsäure 4%. Es gibt fertige Sets zur Trinkwasseraufbereitung unterwegs.


Eine weitere spannende Option ist vielleicht für dich entweder die 90.10. Powerkapsel und/oder die 90.10. 5D Flasche. Die Energie welche durch diese Produkte fokussiert wird verändert die Struktur von Wasser positiv und erzeugt spannende Effekte auf unseren Körper und ander Stoffe. Elektromagnetische Wellen werden harmonisiert und verlieren ihren negativen Einfluss auf unser System. Radioaktivität wird auf NULL ! Bequerell reduziert (nach mainstream Physik gar nicht möglich).


Mehr Infos zu 90.10. hier oder im dazugehörigen Starter Guide -> 90.10. Quantenenergie



3 Wochen - Essen

Wenn eine Katastrophe eintritt bei der absehbar ist, dass sie etwas länger dauert, wird es sinnvoll länger haltbare Vorräte im Haus zu haben. Diese kannst du dir laufend anlegen und einfach was abläuft vorneweg verbrauchen. So hast du immer ein gestaffeltes Lager. Super sind natürlich auch selbst verarbeitete Vorräte aus Gemüse und Früchten. Getrocknetes, vakuumiert eignet sich auch super.


Gefrorenes ist eher nicht die optimale Vorsorge. Was ist wenn das Stromnetz zusammenbricht? Es sollten Vorräte sein die nicht gekühlt werden müssen. Wo also ein Keller vom Klima her ausreicht. Wer keinen Keller hat kann auch ein Nordseitig vom Gebäude orientiertes geschütztes Plätzchen haben. Dort ist es wenigstens ein klein wenig kühler.


Eventuell wäre es möglich, wenn man Zeit für die Vorsorge hat, eine grosse Kiste ins Erdreich einzubuddeln. Das macht allerdings nur im Wissen um eine Krise Sinn. Ausser du verbuddelst Dauernahrung die jahrelang geniessbar wäre.


Diese Dinge sind allerdings alle stationär. Wenn du deinen Standort verlassen musst, wirst du all diese Lebensmittel zurücklassen müssen. In so einem Falle macht es Sinn bereits Erfahrungen in der Natur gesammelt zu haben. Du kennst verschiedene Wildkräuter und Büsche von denen du Früchte, Grünmasse oder Wurzeln sammeln und verzehren kannst. Spannend ist da auch dass diese wildgewachsenen Pflanzen meist recht hohe Konzentrationen an Mikronährstoffen liefern. Genau das fehlt unserer "zivilisierten" Nahrung. Es wäre also auch ohne Katastrophe gesund immer wieder, besonders aber im Frühling, einige Portionen Wildkräuter zu verzehren.


Als Nährstoffvorrat, besonders für den Mikronährstoffbereicht, wäre zB Gerstengrassaft in getrockneter Form: Lange haltbar und enthält nahezu alle essentiellen Nährstoff in sehr konzentrierter Form und zudem noch in einem guten Verhältnis zueinander.


Gerstengrassaft Tabletten bestellen -> Gerstengrassaft Tabletten bio


Mehr Infos über Gerstengras hier -> GesundesGras.ch



3 Monate - Geist

Wenn absehbar ist, dass du ein paar Monate unterwegs sein musst und es noch Aussicht auf eine Rückkehr gibt...


Spätestens nach einigen Wochen wird das eventuell unfreiwillige Unterwegs sein an der Psyche zu nagen beginnen. Du hast dich auf das Überleben eingestellt. Du hast die nötigen Erfahrungen gesammelt um dich durchschlagen zu können. Es kann sein dass Depression und Hoffnungslosigkeit sich breit machen. Für diesen Fall solltest du ein Buch, oder Bilder von deiner Familie oder ein Kartenspiel dabei haben. Eventuell hast du mal für dich bedeutungsvolle Musik auf dem Handy gespeichert (Netz funktioniert in dieser Situation wahrscheinlich nicht mehr). Vielleicht etwas leckere Schokolade, die du für diese Momente aufgehoben hast. Vielleicht sitzt du in der Natur und kannst dir für einen Moment bewusst machen dass es die Natur schon lange vor uns gegeben hat und schon viele Katastrophen und schwierige Zeiten erlebt hat. Und immer ist es weiter gegangen...


Für diese Zeitdauer aber auch weniger ist wahrscheinlich ein kleines Radio mit kleinem Solarpanel und Akku sinnvoll. Die Infrastruktur der Regierungen werden wahrscheinlich auf die alten Funkwellen zurückgreifen um die Mesnchen über die Lage zu informieren. Mit so einem Radio steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du mitbekommst wenn sich eine Lage beruhigt oder wo du dich mit anderen Menschen besammeln kannst. Bedenke aber, dass im Falle eines Krieges diese Informationen auch vom Feind stammen könnten. Prüfe für dich also in dieser Situation (und überhaupt sowiso immer) die Informationen genau.



3 Jahre - INCH

INCH bedeutet I never come home. Ich kehre niemals zurück. Je nach Szenario kann auch dieser Fall eintreten. Was mache ich wenn ich nie mehr zurück komme?


Mach dir mal Gedanken darüber was ist wenn du ALLES zurücklassen musst. In diesem Falle brauchst du eine Packung mit Schlafsack, mit Zelt, mit Decken, mit Kocher usw.. Halt alles was du so glaubst zu brauchen. Sind mehrere Menschen zusammen unterwegs wird es einfacher das ganze Material mit sich zu führen. Wenn du alleine unterwgs bist wird die Sache etwas schwieriger. Dann sollte die Packung möglichst leicht und multifunktional sein. Eventuell kannst du vor deiner Abreise noch Samen, Saatkartoffeln oder Ähnliches einpacken. Eventuell wirst du später woanders Leben...


Diese Situation wird natürlich nur eintreffen wenn du, aus welchen Gründen auch immer, für eine lange Zeit nicht mehr sesshaft werden kannst. Diese Bedingung ist sehr unwahrscheinlich. Gerade in der sehr dicht besiedelten Schweiz wirst du wahrscheinlich innerhalb von wenigen Tagen auf jemanden treffen mit dem du dich weiter organisieren kannst. Dazu wird die Notpackung völlig ausreichen.


Am besten wäre natürlich wenn du lernst wie du in der Natur auch ohne Packung überleben kannst. Dann wirst du dich sogar mit dem Verlust deiner Packung noch halbwegs sicher fühlen. Mehr Vertrauen geht kaum.




Packlisten


Fluchtrucksack / Fluchtpackung

"Flucht" heisst: plötzlich, von Null auf Hundert, SOFORT weg, jetzt!


Die Fluchtpackung muss in einer sehr praktisch zu tragenden Tasche oder Rucksack immer griffbereit eingepackt sein. Entweder im Auto oder in der Garderobe des Hauses oder deiner Wohnung. Je nachdem wie du unterwegs bist. Diese Packung muss ohne nachdenken einfach mitgenommen werden können.


Im Falle einer grösseren, plötzlich auftretenden Katastrophe kann es sein, dass innert kürzester Zeit viele Kilometer zu Fuss zurückgelegt werden müssen um einen halbwegs sicheren Ort zu finden. Das bedeutet die Packung sollte maximal 10 kg sein. Stelle dich auf einen Marsch von 50-100 Kilometer oder mehr ein. Das sind ein bis zwei Tagesmärsche.


Der Inhalt der Fluchtpackung ist nur zum Zwecke einer schnellen, einfachen Flucht. Alles andere wird später geklärt. Die Packung ist eigentlich für maximal 3 Tage bzw 72 Stunden gedacht. Bis dahin solltest du einen sicheren Ort oder andere Menschen gefunden haben.


Kleine Dinge und besonders Feuerzeug oder Ähnliches kommen in einen kleinen ZipLock Sack. Diese Wiederum mit anderen Dingen zusammen in einen grösseren ZipLock Sack. Alles was nicht nass werden darf muss zwingend wasserdicht eingepackt sein.


Hier eine mögliche Packliste für die Fluchtpackung. Unterhalb erläutere ich noch ein paar Worte zu jedem Punkt:

  1. Einfacher, robuster Rucksack

  2. Wasserflasche

  3. Wasserfilter

  4. Wasserdesinfektion

  5. Messer / Taschenmesser / Multitool Zange

  6. Rettungsdecke

  7. Seil min 20 Meter

  8. Dauernahrung mit hoher Energiedichte (zB Militärbiscuit)

  9. Salz, naturbelassen

  10. Tuch quadratisch min 40x40 cm

  11. erste Hilfe Set

  12. Feuerzeug

  13. 1 Shirt, 1 Paar Socken

  14. Tauschmittel, Geld, Edelmetall, Tabak, Zigaretten, Alkohol (braucht halt viel Platz)


1 Der Rucksack sollte bequem zu tragen und etwas robust sein.

2 Eine robuste Wasserflasche. Dies kann eine Thermosflasche oder noch einfacher und praktischer einfach eine PET Flasche sein. Die PET Flasche ist leicht und kann, wenn du nach etwas Verbrauch die Luft raus drückst, sehr platzsparend mitgetragen werden.

3 Es gibt sehr einfache Trinkfilter als zylindrisches Rohr gestaltet. Mit diesem kannst du direkt aus einem Fluss trinken. Dort sind in der Regel mikrofilter, aktivkohle Filter usw verbaut.

4 Der Filter tötet leider keine Mikroorganismen wie Bakterien ab. Wenn der Verdacht besteht dass das verfügbare Wasser kontaminiert ist sollte es unbedingt mit einem effektiven desinfektionsmittel behandelt werden. Hier gibt es viele Produkte basierend auf Silberionen oder, wie im Abschnitt der 3er Regel erwähnt, empfehle ich MMS dabei zu haben.

5 Ein robustes Messer für alle Fälle. Erklärt sich von selbst. Multifunktionstools sollten nicht billig eingekauft sein.

6 Rettungsdecken sind sehr dünn und platzsparend. Durch die aufgedampfte Aluminiumschicht wird Wärmestrahlung reflektiert. Mit dieser kann zB bei einem Feuer eine rückstrahlende Wand an deinem Sitzplatz gemacht werden.

7 Ein Seil ist selbsterklärend sehr Praktisch um etwas zusammenzubinden oder etwas aufzuhängen. Es sollten mindestens 25 Meter sein.

8 In den 72 Stunden der "Flucht" brauchst du dir noch keine Sorgen um eine ausgewogene Ernährung zu machen. Für eine schnelle Flucht brauchst du vor allem Energie. Deshalb: Fett und Kohlenhydrate lastige dauernahrung einpacken.

9 Das Salz dient zur Zahnpflege oder notfalls als Elektrolyt.

10 Mit einem solchen Tuch von 40x40 cm kannst du dein Gesicht vor Staub und Wind Schützen, du kannst im Falle einer Verletzung mit Blutverlust die Stelle abbinden oder gefundene Lebensmittel oder Ähnliches einpacken.

11 Erste Hilfe Set zur Versorgung kleinerer Wunden. Das kann ein einfaches Set fürs Auto sein. Mit Pflaster, Verbandszeug, Kompressen, Schere usw

12 Feuerzeug

13 Merke: Trockene Kleidung ist immer wärmer als nasse Kleidung. Egal wie viele Schichten es sind! Wenn also deine Jacke und dein Shirt durchnässt sind, wirst du wärmer haben mit "nur" einem trockenen Shirt als mit durchnässter Jacke. Es gibt aber auch eine Ausnahme: Wenn du nicht direktem Wind ausgesetzt bist, wird auch die nasse Kleidung durch deinen Körper irgendwann warm. Merke: Nass warm ist wärmer als nass kalt...

14 Wenn du die 3 Tage unterwegs bist, kann es sein dass du Dinge brauchst und auf Menschen triffst die das Benötigte haben. Dann brauchst du ein Tauschmittel. Seit jeher geht aus Zeitzeugen von Krisen und Kriegen immer wieder hervor was die bekanntesten Tauschmittel sind: Tabak, Zigaretten, Alkohol, Edelmetalle, mit etwas Glück noch Bargeld (ausser bei Hyperinflation).


Fehlt noch was? Gerne im Kommentar ergänzen...


Notpackung

Die Notpackung ist von Bedeutung wenn du deinen Standort, aus welchen Gründen auch immer, verlassen musst und NICHT sofort notfallmässig weg musst. Das heisst du hast die Zeit dich kurz zu organisieren und eventuell sogar noch ein paar wenige Sachen zusammen zu suchen.


Die Notpackung basiert modular auf der Fluchtpackung und wird durch einige Dinge ergänzt. Bei der Fluchtpackung ging es um eine absolute minimalpackung zur schnellen, plötzlichen Flucht zu Fuss für X Kilometer.

Bei dieser Packung hier kommen noch einige Dinge dazu. Du kannst dich auf den mittelfristigen Aufenthalt in der Natur einstellen. Eine Woche bis vielleicht mehrere Wochen... Monate?


Kleine Dinge und besonders Feuerzeuge und Streichhölzer kommen in einen kleinen ZipLock Sack. Diese wiederum mit weniger heiklen Dingen zusammen in einen grösseren ZipLock Sack.


Hier mein Vorschlag zur Notpackung als ergänzung zur Fluchtpackung:

  1. Lebensmittel wie Nüsse, Trockenfrüchte, Getreide

  2. 2 kleine Planen (können billige Kunststoffplanen sein)

  3. Schlafsack

  4. Ersatzkleidung: 2 Paar Socken, 2 Shirts, 2 Unterwäsche, 1 Hose, 1 Daunen-Jacke (lässt sich super komprimieren)

  5. Regenpellerine

  6. Klappsäge klein

  7. Streichhölzer (Wasserdicht eingepackt)

  8. Feuerstarter zB mit Wachs getränkte Kosmetikpads o Ä

  9. Feuerstahl

  10. 2x Teelichter oder Kerze

  11. Bleistift / Edding

  12. Notizpapier

  13. 2 Nähnadeln, Nylonfaden

  14. Smartphone und USB Powerbank mit Solar

  15. Klebeband (elektro Isolierband)

  16. mehrere Müllsäcke

  17. 1 Rolle Toilettenpapier halb abgerollt (wegen Platz)

  18. Becher aus Metall, eventuell sogar noch eine Gamelle (kleiner Blechbehälter für Nahrung)

  19. Kompass

  20. Karten der Region (Umkreis ca 100 km)

  21. Etwas für die Psyche wie im Abschnitt "3er Regel" unter "3 Monate - Geist" erwähnt

  22. Luxus: mobiler Kocher mit Gas oder Sprit


1 Nimm nur so viel Nahrung wie nötig mit. Rationiere die Nahrung von Beginn an, damit du mit möglichst wenig, möglichst weit kommst. Also hohe Energiedichte bei gleichzeitig möglichst breitem Nährstoffangebot. Schau dir sogenannte Superfoods an... Merke: Aus Fett holt der Körper mit weniger Aufwand mehr Energie als aus Kohlenhydraten! Wir sprechen mindestens vom Faktor 2 - das heisst Fett liefert doppelt so viel Energie wie Kohlenhydrate.

2 Die Planen können müssen nicht besonders hochwertig, aber sicher wasserdicht sein. Mit den Planen kannst du dir ein Regendach aufspannen oder vielleicht sogar einen kleines Tipi aufstellen. Kombiniert mit einer "Innenwand" aus einer wärmereflektierenden Notdecke hast du dann ein gemütlicher Ort zum übernachten oder vielleicht sogar für ein paar Tage oder Wochen zu verweilen.

3 Der Schlafsack sollte der Jahreszeit entsprechend ausreichend sein. Gleichzeitig sollte er möglichst wenig Raum einnehmen. Gegen Feuchtigkeit unter dem Schlafsack am Boden legst du dann zB eine Notdecke oder einen aufgeschnittenen Müllsack.

4 Mit nasser Kleidung wirst du möglicherweise schnell auskühlen. Wenn du einen Bach oder etwas ähnliches überqueren musst solltest du dafür sorgen dass deine Kleidung und Schuhe trocken bleiben. Lieber ohne Schuhe und mit hochgekrempelten Hosen durch das Nass gehen und dann die tockenen Sachen wieder anziehen. Und merke: Trocken ist immer wärmer als nass, egal wie viele Schichten.

5 Eine einfache Regenpellerine die über deinen Körper runter hängt. Die braucht nicht viel Platz und hält dich trocken. Sie lässt sich notfalls sogar als Regendach aufhängen.

6 Mit einer kleinen Säge wirst du wesentlich schneller stabilere Konstruktionen bauen können, da du Äste und schmales Holz schnell und effizient sägen kannst. Ein kleines Lager zu bauen kostet Zeit und wertvolle Energie. Ebenso das aufbereiten von Brennmaterial.

7 Halte mehrere möglichkeiten bereit um Feuer machen zu können. Behalte ein paar Joker im Ärmel. Nimm deshalb mindestens 3 verschiedene Feuerstarter mit.

8 Damit das Feuer etwas schneller angeht, ohne wertvolles Gas aus dem Feuerzeug oder deine Streichhölzer zu verschwenden, solltest du einen Anzünder dabei haben. Diese gibts in jedem Baumarkt oder Tankstellen Shop. Du kannst aber auch selber mit etwas Öl oder Wachs eigene Anzünder herstellen. Als Trägermaterial eignet sich besonders Stoff, Holzwolle oder Baumwolle.

9 Mit einem Feuerstahl hast du eine Notreserve wenn alle Stricke reissen. Mit dem Messerrücken oder einem eventuell beiliegenden Metallplättchen lassen sich glühende splitter erzeugen. Mache feine Holzspäne mit dem Messer, welche du leichter entzünden kannst. Trockenes Moos oder altes trockenes Gras zusammengeknäult eigent sich auch super.

10 Teelichter verstehen sich von selbst. Darüber würde sich sogar mit einem Becher etwas Wasser erwärmen lassen, wenn gerade kein Feuer möglich ist. Oder du benutzt es zum anzünden von kleinem Holz.

11/12 Mit einem Schreibzeug und etwas Papier lassen sich Nachrichten hinterlassen. Eventuell ist dies für eine Rettung oder zur Orientierung von Bedeutung.

13 Eventuell musst du eine Wunde, deinen Rucksack oder ein Kleidungsstück nähen.

14 Eventuell gibt es noch ein Funknetz. In diesem Fall funktioniert vielleicht so etwas wie Google Maps noch. Vielleicht bist du später aber auch einfach froh wenn du mal deine Lieblingsmusik hören oder Notizen festhalten kannst.

15 Mit Isolierband kannst du schnell etwas verbinden oder schon mal grob reparieren.

16 Mit Müllsäcken wirst du sicher kreativ wie du diese einsetzen kannst. zB als Schlafsack-Unterlage, als Regenschutz über die Schultern gelegt oder zur Ergänzung der Planen, wenn mal ein Stück nicht gross genug ist.

17 Toilettenpapier ist in dieser Sitaution natürlich purer Luxus. Vielleicht bist du aber auch anderweitig froh um etwas Papier. Notfalls kanst du damit einem Feuer etwas nachhelfen.

18 Im Fluchtrucksack reicht eine Flasche. Wenn es dann aber doch etwas länger dauert, bist du vielleicht froh um ein warmes Getränk oder eine warme Mahlzeit. Einen Becher oder einen etwas grösseren Behälter aus Blech, kannst du ohne weiteres direkt übers Feuer stellen. Es gibt Sets aus Kocher mit Blechbehälter inkl. Oder einfach eine Militär-Gamelle.

19 Mit einem Kompass wirst du nie die Orientierung verlieren. Falls du ihn verlierst oder das Teil kaputt geht, kannst du dich notfalls auch am Sonnenverlauf orientieren. An der Sonne erkennst du übrigens auch die Tageszeit ungefähr.

20 Wenn kein Funknetz oder GPS mehr funktioniert, wirst du froh sein eine Karten dabei zu haben. Wenn du nicht weist wo du dich befindest, dann such dir zwei markante Objekte in der Gegend aus. Ein bestimmter Hügel oder eine Kirche. Diese zwei Punkte gleichst du dann mit der Karte ab. So erhälst du ungefähr deinen Standort.

21 Nimm etwas kleines mit was dich in schweren Momenten positiv beeinflusst.

22 Wer noch Platz hat oder sich schlicht nicht ums Feuer machen kümmern mag, kann sich ja noch einen Camping Gaskocher oder einen Militär Kocher mit Brennpaste einpacken. Wesentlich leichter ist ein Sturmkocher mit Sprit oder Bioethanol. Diese Brennstoffe werden in der Krise leichter erhältlich sein und sind zudem leicht zum tragen.


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Krisensichere Sesshaftigkeit

Wenn du in der Krise nicht flüchten musst oder willst, kannst du dich an deinem bisherigen Standort oder bei einem bekannten Standort durchschlagen. Für mich war vor Jahren genau dies einer von vielen Gründen, warum ich den landwirtschaftlichen Betrieb meiner Eltern übernommen habe.


Denn du kannst zwar viele Vorräte anlegen. Allerdings werden diese früher oder später entweder verderben, von schädlingen gefressen und verunreinigt oder werden dich auf dauer schlicht nicht ausreichend nähren. Dann wirst du wissen müssen wie du den Boden bereitest, Samen aussäst, die Ernte einfährst. Die Kreisläufe der Natur zu kennen und nutzen zu können ist von Vorteil.


Wenn alles "brennt", was brauchen die Menschen dann? Wasser, Nahrung und ein Dach über dem Kopf. Mit etwas Glück kommt ein fuktionierendes soziales Umfeld in dem alle sich gegenseitig unterstützen dazu.


Für dieses Leben gibt es in der Natur eigentlich alle nötigen Ressourcen. Für das Zusammenleben braucht es dann verschiedene Kompetenzen und ehrlichen Austausch von Herz zu Herz zwischen den beteiligten Menschen. Keine Stratiegiespiele, keine intrigen, loslassen von Mustern usw. Solches Verhalten wäre kontraproduktiv für das Überleben des Kollektivs.


Auch sollte man zu allen Zeiten robuste und alte Sorten von Getreide, Gemüse und Früchten erhalten und vermehren. Denn diese sind es die ohne Dünger und Gift auskommen. Die modernen, verhätschelten Züchtungen werden in Krisensituationen von grossangelegten Naturkatastrophen eher nicht bestehen. Sie bekommen eher Krankeheiten und werden von Schädlingen heimgesucht. Zudem geht es beim Anbau von Lebensmitteln nicht einfach darum viel Kilocalorien zusammen zu bekommen. Es geht auch um den Mikronährstoffbereicht für die Gesunderhaltung des Menschen. Dazu kommt die Beziehung und Interaktion mit dem später zu verzehrenden Lebensmittel als Wesen und Organismus. Mit dem Schenken von Aufmerksamkeit der keimenden, wachsenden und später samenbildenden Pflanze gegenüber lässt diese sich auf den bewirtschafter einstellen. Es entsteht ein energetisches Band, welches dann den Verzehrer der Ernte weit über die physischen Ebenen hinaus nährt.



reduktiver Lebensstil - Was brauche ich wirklich?

Kompakte Aufzählung zu obigen Gedanken:

  • gutes Wasser

  • gute Lebensmittel

  • Ort zum Sein bzw Dach über dem Kopf

  • fruchtbarer Boden

  • robuste Pflanzensorten

  • soziale Struktur (im idealfall passend)


aus diesen Grundlagen entstehen immer auch

Kultur wie

  • Philosophie

  • Musik

  • Kunst

  • religiöse Ansichten

aus dieser Stufe ergibt sich immer früher oder später eine Philosophie ganzheitlicher Spiritualität und damit einer annäherung an universelle Wahrheiten, welche aus unserem Zeitverständnis ewig gesetzt sind und damit Gesetze sind. Sie waren vor dem Menschen und sind damit "vom Schöpfer gegeben". Diese Erkenntnisse werden sich mit der Zeit immer über die menschgemachten "Schein-Gesetze" hinaus wachsen.


Such mal nach dem Thema "Person vs Mensch".


Diese Aufzählung gilt immer, so lange mehr als 1 Mensch zusammenkommt. Doch selbst 1 Mensch alleine wird eine Form der Kultur und Spiritualität entwickeln, wenn die Grundbedürfnisse gedeckt sind.



körperliche und geistige Fitness

Um eine Flucht oder die täglichen Anforderungen der nachhaltigen Sesshaftigkeit bestehen zu können, wird es auch wichtig eine gewisse Aufmerksamkeit der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit zu schenken. Eine gute und umfassende Gesundheit ist förderlich für den gesamten Alltag, wie auch immer dieser aussehen mag.


Körper

Mach Sport. Auch wenn es "nur" einmal pro Woche ein längerer Spaziergang ist. Mache REGELMÄSSIG Yoga, Taiji, Quigong, Krafttraining, Cardio, Crossfit, Systema oder was auch immer...


Das wird deinen Körper belastbarer und flexibler machen. Zudem wird dein Stoffwechsel angeregt, Herz-Kreislauf trainiert und auch dein Hirn durchblutet und vermehrt mit Sauerstoff versorgt und erhöht damit auch deine Fähigkeit zur Konzentration und Fokus.


Geist

Setze dich mit Meditation und der Veränderung von Perspektiven auseinander. Im Zen sagt man du sollst jeden Tag etwas vergessen. Vergessen heisst Muster loslassen. Damit wirst du flexibler im Geist und immer mehr bereit auf die Dinge die dir im Leben begegnen spontan, kreativ und intuitiv einzugehen.


Werde bereit alles zu tun was nötig erscheint.



Waffen


dein Körper als Waffe

Werde dir bewusst dass bereits dein Körper eine recht gut ausgestattete Waffe ist. Dies wird wunderbar im Kampfsport sichtbar. Schaue dir mal Win Jun Kung Fu, Taiji und Systema an. Diese sind aus meiner Sicht eine Art "Krönung" der Verwendung unseres menschlichen Körpers.


Schau auch was Shaolin Monche oder Taiji Meister erreichen...


Schussfeuerwaffen

Natürlich gibt es noch die Schussfeuerwaffen. Wenn wirklich alle Stricke reissen und die gesamte Infrastruktur zusammenbricht und Menschen in ihr Reptilienhirn, also Flucht und Kampf bzw pures Überleben, gezwungen werden, wird es vielleicht nötig dich schärfer vertreidigen zu müssen. Und in diesem Szenario werden andere mit sicherheit auch bewaffnet sein. Es geht mir nicht darum Angst zu erzeugen, sondern einfach darum, dass du dir dessen bewusst werden kannst was in so einem Szenario eventuell auf uns zu kommen könnte.


In diesem Falle kann es natürlich Sinn machen Waffen zu besitzen und auch benutzen zu können. Das musst du aber vor der Krise lernen.


Grössere Waffen wie Shrotgewehr oder vielleicht sogar eine halbautomatisches Gewehr sind eher für den Einsatz sinnvoll einen stationären Ort zu verteidigen (in der Schweiz sind übrigens keine vollautomatischen Waffen zugelassen bzw plombiert).


Wenn du deinen Standort verlassen musst kommt es wieder darauf an wie schwer deine Packung sein darf. Soll eine grosse Strecke zurückgelegt werden empfehle ich nur eine Handfeuerwaffe wie eine Pistole mit zu führen. Munition bringt natürlich auch Gewicht. Deshalb sind vielleicht maximal 2 Magazine mit etwas ersatzmunition Sinnvoll.


alternative Waffen

Wenn du dich nicht mit Schussfeuerwaffen auseinander setzen willst sind vielleicht alternative Waffensysteme etwas für dich. Diese reichen vom Wurfmesser über professionelle Steinschleuder, Luftgewehr/-pistole bis zur Armbrust oder Pfeil mit Bogen.



abschliessende Gedanken

Ich selbst habe mich so oder so auf die "sesshafte" Variante fokussiert, weil dies in meinen Augen am meisten Sinn gemacht hat. Alles andere ist sowiso spannend um mal mit den Kindern in den Wald zu gehen oder zum Campieren. Oder sich mit seiner Gesundheit auseinander zu setzen. Es gilt immer:


Geh mit Neugierde und etwas Spass an einem auf das Sinnvolle reduzierten Lebensstil an die Sache heran. Wie weit du dich effektiv vorbereiten willst musst du für dich selbst entscheiden.

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