Muskelaufbau und Potenz - L-Arginin

Gründe mehr L-Arginin haltige Lebensmittel zu verzehren

Arginin schafft es, verschiedene Botenstoffe (Hormone) im Körper freizusetzen. Es ist sehr dienlich für die Abwehr von Krankheitserregern. Ebenso profitieren der Stoffwechsel und verschiedene Entgiftungsprozesse vom Arginin. Außerdem fördert es die Potenz, baut die Muskeln mit auf und beugt Herz-Kreislauf-Problemen vor.

  • Muskelaufbau verbessern

  • Stoffwechsel / Fettverbrennung anregen

  • Wundheilung verbessern

  • Augen-Innendruck senken

  • Potenz verbessern

Was macht L-Arginin im Körper?

Stickstoffmonoxid (weiter im Text als NO bzeichnet) ist eine wichtige Substanz, die vom Körper aus L-Arginin produziert wird. Sie reguliert den Blutfluss, bekämpft schädliche Mikroorganismen und spielt außerdem eine wichtige Rolle in der Zellkommunikation.


Kurz gesagt trägt es dazu bei, gefährliche Mikroorganismen und Zellwucherungen vorzubeugen. Außerdem werden aus L-Arginin Enzyme (Proteine) und Neurotransmitter gebildet, sowie Körpergewebe wie Haut, Haare und Muskeln.


Stickstoffmonoxid

Im Jahre 1998 erhielten die Wissenschaftler Robert F. Furchgott, Louis Ignarro und Ferid Murad den Nobelpreis, weil sie den Zusammenhang zwischen L-Arginin und Stickstoffmonoxid (NO) aufzeigen konnten. L-Arginin ist die alleinige Vorstufe von NO, das im Körper die Funktion eines wichtigen Botenstoffs übernimmt.

Durch NO-Synthase entsteht aus L-Arginin der sogenannte EDRF-Factor. EDRF führt physiologisch zu einer Gefäßerweiterung, indem das NO in die Muskelschicht der Gefäße gelangt. Es aktiviert dort die lösliche Guanylatcyclase (ein Enzym) und führt so zur Erschlaffung der glatten Muskulatur und zum Nachlassen des Gefäßspannung.


Stickstoffmonoxid hilft dabei, die Nährstoffe im Muskelgewebe zu verteilen, was mit ein Grund dafür ist, warum ein hoher NO-Spiegel bei Athleten zu einer höheren Leistung führt. Gleichzeitig ist L-Arginin auch eine Ausgangssubstanz für Kollagen, Bindegewebe, wichtige Enzyme und Hormone.


Das NO übernimmt im menschlichen Körper verschiedene biologische Funktionen: Das Stickstoffmonoxid wird vom Endothel (Innenwand) der Blutgefäße als Signalgeber genutzt, der den umliegenden glatten Muskelzellen vermittelt, sich zu entspannen. Infolgedessen erweitern sich die Blutgefäße, und der Blutfluss steigt. Das Stickstoffmonoxid wird auch bei Immunreaktionen produziert, und zwar über Immunzellen, die so genannten Phagozyten (Monozyten, Makrophagen und Neutrophile). Zudem hat es eine toxische Wirkung für Bakterien und andere menschliche Krankheitserreger.


Stickstoffmonoxid ist sehr reaktiv und breitet sich durch Membranen leicht aus. Seine Lebensdauer beträgt jedoch nur wenige Sekunden. Diese Kombination verschiedener Eigenschaften macht es zu einem idealen Signalmolekül zwischen den umliegenden Zellen und auch innerhalb einer einzelnen Zelle. Da Stickstoffmonoxid in der Lage ist, mit schwefelhaltigen Rückständen in bestimmten Proteinen zu reagieren (über die so genannte „Nitrosation“), spielt es auch bei der Regulierung der Proteinstruktur eine wichtige Rolle.


Leistungssteigerung

L-Arginin senkt auch die Reizschwelle für Leistungsgrenzen. In einer Studie der Universität Exeter (UE) fanden Wissenschaftler heraus, dass L-Arginin die sportliche Leistung um 20 Prozent erhöhen und Wettlaufzeiten um bis zu zwei Prozent verbessern kann.


Ein Grund für diese erstaunliche Wirkung ist, dass L-Arginin durch Erhöhung des NO-Levels die Freisetzung von Wachstumshormonen fördert, was zu Muskelaufbau, aber auch zu einer Aktivierung des Immunsystems und sogar zu einer verstärkten Fettverbrennung führt.


Wundheilung

Arginin fördert die Wundheilung nach Verletzung und Operationen. Ist eine Operation geplant, dann wird die Einnahme davor oder kurz danach empfohlen. Eine Studie zur Wundheilung nach erheblichem Blutverlust hat gezeigt, dass Arginin bei der Erneuerung der Gewebezellen hilft und die Kollagenbildung stimuliert.


Augeninnnendruck

Wer unter einem erhöhten Augeninnendruck leidet, sollte Lebensmittel mit Arginin verzehren. Die Blutgefäße der Augen werden dadurch erweitert und der Innendruck reduziert. Ein grauer Star kann dadurch abgemildert werden.


Was ist L-Arginin

L-Arginin ist eine nicht-essentielle Aminosäure. Das bedeutet, unser Körper kann L-Arginin zur Not auch selbst herstellen. Doch klappt das nicht immer in ausreichender Menge.


Besonders in Zeiten höchster Anspannung, bei körperlichem und psychischem Stress, nach Krankheit, während der Schwangerschaft oder in Phasen ausgeprägten Trainings kann es passieren, dass L-Arginin plötzlich zur Mangelware wird und infolgedessen unsere Leistung - ganz egal, wo sie gefordert wird - rapide abnimmt. Wird jetzt L-Arginin ganz gezielt von außen zugeführt, kann ein enormer Anstieg der Leistungsfähigkeit beobachtet werden.


L-Arginin in Lebensmitteln

L-Arginin kommt natürlicherweise in proteinreichen Nahrungsmitteln wie Hülsenfrüchten, Nüssen, Ölsaaten und auch in Fleisch vor. Arginin-Spitzenreiter sind die Kürbiskerne, die fast vier Mal mehr Arginin enthalten als Fleisch.


Da gerade Ölsaaten, Nüsse und Hülsenfrüchte in der herkömmlichen Ernährung entweder gar nicht oder selten verzehrt werden, bietet sich eine besonders gesunde, natürliche und gleichzeitig einfache L-Arginin-Versorgung über eine proteinreiche Nahrungsergänzung an.


L-Arginin in natürlichen Pflanzenproteinen

L-Arginin kann beispielsweise über rein pflanzliche Proteinpulver aufgenommen werden, wie z. B. über Reisprotein, Lupinenprotein, Hanfprotein oder Erbsenprotein.


Bereits eine einzige Dosis Hanfprotein (20 Gramm) liefert 0,6 Gramm Arginin, eine Dosis Lupinenprotein (20 Gramm) liefert 0,75 Gramm Arginin, eine Dosis Erbsenprotein (20 Gramm) mehr als 1,3 Gramm und eine Dosis Reisprotein (20 Gramm) sogar annähernd 1,5 Gramm L-Arginin.


Zur Leistungssteigerung wird die tägliche Aufnahme von 1 bis 2 Gramm L-Arginin empfohlen. Studien zufolge können bereits diese 1 bis 2 Gramm L-Arginin in Verbindung mit beispielsweise Gewichtstraining nach nur fünf Wochen zu einer Reduzierung des Körperfettes führen.


Liste mit L-Arginin reichen Lebensmitteln

in Gramm pro 100 Gramm


Erdmandel (Tigernut) roh 9

Pinienkerne roh 4.5

Kürbiskerne roh 3.5

Sojabohnen getrocknet 2.8

Leinsamen roh 2.4

Rindfleisch gegart 1.9

Haselnuss roh 1.7

Hähnchenbrust 1.5

Forelle 1.3



Anmerkung Supplemente L-Arginin

Extrakte oder Supplements lohnen sich nicht. Sie sind relativ teuer und wie im Beitrag gesehen bekommst du mit ein wenig gezielten Lebensmitteln eine ausreichende Tagesversorgung.




Quellen:

https://www.supplementbibel.de/wie-und-wo-wirkt-l-arginin/

https://www.menshealth.de/fitness-ernaehrung/so-wirkt-die-aminosaeure-l-arginin/

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/artikel/samen-nuesse-kerne/erdmandel

https://www.arginin.de/arginin-lebensmittel/

https://praxistipps.focus.de/lebensmittel-mit-viel-arginin-essen-damit-werden-sie-gesund-alt_121653

https://www.trainingsworld.com/ernaehrung/nahrungsergaenzung/no-booster-das-neue-wundermittel-1278291

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/artikel/maennerkrankheiten/testosteronspiegel-erhoehen

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/artikel/sport-fitness/l-arginin-ia



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