Gewinnbringend investieren? – Geld, Inflation und Renditen

Aktualisiert: Apr 28

Disclaimer

Dies stellt keine Finanzberatung dar. Ich spreche nur von meinen eigenen Erfahrungen. Jeder Mensch handelt in eigener Verantwortung, soverän aus sich heraus und trägt damit die Konsequenzen seines handelns. Ich lehne jegliche Haftung ab. Jede Investition kann im weitesten Sinne einen TOTALVERLUST bedeuten!



Wer in Finanzinstrumente investieren will muss einiges Bedenken:

  • Gebühren

  • Inflationsrate

  • Rendite

  • Risiko

  • Zeithorizont


Investiere erst wenn für dich alle wichtigen Punkte geklärt sind und du dann immer noch ein gutes Gefühl hast.



Gebühren

Bei jedem Finanzinstrument fallen Geühren an. Warum? Für jedes Finanzinstrument muss eine Infrastruktur her und jemand der es Verwaltet. Es handelt sich dabei also um eine Dienstleistung, welche nie Gratis ist.


Jede Finanzdienstleistung hat eigene Gebührenmodelle. Es gibt also so viele Gebührenmodelle wie es Dienstleister gibt. Manche sind günstiger, manche teurer und es kommt oft auch darauf an in welchem Schritt die Gebühren anfallen. Es lohnt sich also zu vergleichen und sich in ein entsprechendes Finanzinstrument einzulesen und sich zu informieren.



Inflationsrate

Ja auch deine Währung hat eine Inflationsrate. Warum? Weil jede FIAT-Währung, und das sind so ziemlich alle Währungen die von Nationalbanken ausgegeben werden, auch auf einem Zinseszinsbasierten Schuldgeldsystem basiert. Für jeden Franken, Euro, Dollar oder was auch immer steht eine Schuld im Raum. Jeder FIAT-Wert wird als Kredit von der jeweiligen Nationalbank an die Privatbanken verteilt. Diese wiederum erhöhen die Geldmenge durch einen Vorgang der «Bilanzverlängerung» genannt wird. Die Sicherheit der Nationalbank wird genutzt um basierend auf diesem weitere Kredite zu schaffen. Ich halte mich hier bewusst einfach und knackig. Über die Begriffe kann man diskutieren, ich versuche einfach den Vorgang einfach und logisch darzustellen. Banken können sich auch gegenseitig durch Kredite absichern.


Die Mindestreserve an «echtem» Giralgeld bzw. FIAT-Geld bei Banken liegt international unter 2%!

In der Schweiz seit Basel 2 und Basel 3 reglementen bei 10%. Das Bedeutet das die Geldmenge der restlichen 90% nur Zahlungsversprechen darstellen welche digital auf einem Computer abgebildet sind! Das war auch der Grund für die Vollgeld-Initiative, welche leider abgelehnt wurde. Dort ging es darum das gebuchte Geld auf den Banken wirklich 100% mit unserer Nationalwährung zu decken. Das ist aktuell NICHT der Fall!


Wie sicher ist also dein Geld auf der Bank???


Diese Menge wird von Jahr zu Jahr ausgeweitet um die Zinseszins-Spirale der Schuldenblase bzw. Zahlungsversprechen scheinbar mit Zahlen zu decken. Wollten gleich morgen alle Menschen ihr Giralgeld von den Konten der Banken in Bargeld wechseln, würden sofort alle Banken bankrott gehen. Der Bluff würde auffliegen.


Diese Ausweitung der Geldmenge stellt eine schleichende Inflation dar, welche die Kaufkraft jedes Jahr weiter verringert. Dies wird geschickt vertuscht in dem der «repräsentative Warenkorb für Kaufkraft» regelmässig verändert wird. Ein einfaches Beispiel:


Warum hat ein Haarschnitt vor 40 Jahren noch 5 Franken gekostet und kostet heute über 40 Franken?


Die gleiche Leistung 40 Jahre später kostet mehr. Es hat also ein deutlicher Kaufkraftverlust stattgefunden...


Pauschal würde ich 4% Kaufkraftverlust pro Jahr für die folgenden Berechnungen ansetzen.



Rendite

Die Rendite eines Finanzinstruments und damit einer «Wertanlage» muss also die Gebühren und die Inflation übersteigen!


Im Schnitt wird für die Inflation 4% pro Jahr an Kaufkraftverlust angesetzt. Das bedeutet, deine Anlage/Investment muss 4% Rendite übersteigen NACH Abzug von Gebühren.


Wenn du also einen Fonds bei deiner Hausbank machst, sollte dieser eine Rendite von über 4% im Schnitt der letzten 10 Jahre haben. Ein Fonds ist ein sehr konservatives und traditionelles Finanzinstrument. Oft sind diese auch durch Versicherungen abgesichert. So sind die Fonds der Banken recht risikofrei bis auf die normalen Schwankungen übers Jahr oder einem besonders rezessiven Jahr.


Im Cryptobereich gibt es mittlerweile auch recht konservative Investitionsmöglichkeiten, welche auch Versichert sind. Die Sicherheit ist also mit der einer Bank vergleichbar, wenn man die bisher angesprochenen Punkte über FIAT-Geld bedenkt. Die Renditen sind aber wesentlich höher. Gleichzeitig steigen die Preise von Cryptowährung in FIAT gewechselt stark an, was eine weitere Wertvermehrung bedeutet. Und das passiv!


Im folgenden Blogbeitrag habe ich dir meine Erfahrung mit interessanten Projekten bereitgestellt:

https://www.fang-a.ch/post/einfach-in-krypto-investieren



Risiko

Risiken gibts überall. Das Risiko Geld zu verlieren ist an «echtem» Wert gemessen immer geringer als von einem Auto angefahren zu werden. Körperliche Unversehrtheit ist unbezahlbar. Ein Verlust durch ein Finanzinstrument ist halt schade. Investiere zur Risikominimierung nur was du über deine Existenzkosten hinaus entbehren kannst.


Es gibt keine echte Sicherheit. Gerade in der Finanzbranche basiert viel auf «Trust», übersetzt also Vertrauen. Finanzpapiere werden im englischen sogar so genannt.


Trust, Vertrauen. Mehr ist Geld, besonders Giralgeld bzw. FIAT-Geld nicht!


Geld ist ein Tauschmittel bei dem sich Menschen überregional darauf geeinigt haben was und wieviel sie sich damit kaufen können. Angebot und Nachfrage.


Risikoeinschätzung im Cryptobereich

Im Kryptobereich ist das Vertrauen ebenso von den Nutzern abhängig, welche bereit sind einen Teil ihres FIAT-Geldes bzw. Schuldgeldes in diverse Kryptowährungen wie zum Beispiel in Bitcoin zu investieren. Es gibt übrigens noch viele weitere sogenannte «Altcoins», also alternative Kryptowährungen mit ganz unterschiedlichen Zielen und Projekten dahinter.


Genau hier möchte ich gerne ganz kurz ein paar Dinge betreffend Risiko und Vertrauen erwähnen:

Beim FIAT-Geld steht hinter der Nationalbank «nur» die Volkswirtschaft, der Bürger. Darum heisst er auch so, weil er "bürgt" für die Missetaten des Staates. Mittlerweile ist das Schuldgeld-System soweit degeneriert, dass der Grossteil des Umlaufvermögens in Finanzinstrumente investiert ist und damit keinem «reellen» Wert mehr entspricht. Wir sprechen hier nicht von Kleinanlegern, sondern von grossen Investmentfirmen wie BlackRock, allen Gross-Banken usw, welche Milliarden von Dollar, Franken oder was auch immer investieren. Wenn die ihre Positionen kaufen oder verkaufen beeinflussen diese sogar die Börsenkurse entsprechend. Sie können Angebot und Nachfrage am Markt mit dem riesigen Kapital, welches sie verwalten einfach mitbeeinflussen und so noch mehr Finanzkraft von Mittelstand nach Reich umverteilen.


Im Cryptobereich ist es so, dass hinter jedem auf namhaften Tauschbörsen gelisteten Coin ein Projekt steht. Es gab und gibt natürlich auch sogenannte «Shitcoins», welche aber auf den grossen Tauschbörsen in der Regel gar nicht gelistet werden. Im Cryptomarkt hat sich in den letzten Jahren viel getan, was die Seriösität angeht.


Zudem sind praktisch alle Coins auf dem Kryptomarkt dezentral. Das heisst es gibt keine Institution die aktiv die Umlaufmenge kontrolliert. Die Umlaufmengen sind in der Regel durch die Programmierung des jeweiligen Coins fixiert. Es gilt also nur Angebot und Nachfrage an den Tauschbörsen und hinter jedem Coin stecken firmen, welche eigene innovative Projekte in die Welt bringen um die Blockchain-Technologie auf der alle Coins basieren, für unterschiedlichste Anwendungen in der Industrie und im digitalen Alltag nützlich zu machen.


Es ist also keine Kryptowährung einfach «nur» ein reines Tauschmittel!

Es geht um viel mehr als das. Lies dazu mehr in diesem Blogbeitrag: