4 Pfeiler des Systema - Lockerung und Kräftigung des Körpers

Systema ist eine russische Kampfsportart ohne Dogmen. Es geht um eine absolut natürliche Bewegungsform auf effiziente weise. Nichts wird verschwendet. So wie es die Natur macht. Es gibt zur Hauptsache 2 Denk-Richtungen im Systema.


Einerseits die sehr zweckmssige und kampforientierte Variante, welche von Militärs und Polizei genutzt wird. Dort geht es darum den Gegner so effektiv wie möglich auszuschalten. Gezielter Einsatz von Gewalt.


Die andere Richtung ist eher ein ganzheitlich spiritueller Aspekt, nämlich die Bewegung und Verbindung mit dem Körper als Spiegelung zur Welt und unsere Beziehung zu ihr zu erleben und reflektieren. Natürlich kann es mal erforderlich werden sich zu verteidigen. In diesem Falle betrachtet man im Systema den "Gegner" als "arme Seele" deren Perspektive von der Einheit abgewandt ist. Durch das Sanfte ins leere laufen lassen des Gegners gibst du ihm Gelegenheit die Sinnfreiheit von Kampf zu erkennen.


Ich fokussiere mich voll auf den 2. ganzheitlichen Aspekt des Systema. Dort lassen sich auch viele Konzepte aus dem Taiji, Aikido, Daoismus und anderen "loslass"-Philosophien vereinen.


Es geht um den kleinstmölgichen Aufwand, um auf das was dir Begegnet zu reagieren und dabei immer deine Mitte bei dir zu tragen. Entspann dich.



Die 4 Pfeiler im Systema sind:

  • Kniebeuge

  • Liegestütz

  • Rumpfbeuge

  • Beinheben


Die Bewegungen zusammengefasst zu einem Bewegungsfluss ergeben eine schöne und entspannende Praxis, welche gleichzeitig die Kräftigung und Koordination des Körpers fördert. Sie eignen sich auch wunderbar als Übung gegen Alterung und Versteifung des Körpers.


Atem

Lass deinen Atem frei fliessen. Der Atemrythmus ergibt sich durch die Bewegungen. Ganz natürlich wirst du ein und ausatmen. Beobachte den Atem und wie er mit den Bewegungen entsteht. Gehe mit der Wahrnehmung wo dein Körper einatmet und ausatmet mit und verstärke dieses Bedürfniss des Körpers einfach in dem du aktiv genau dort mit einsteigst.


Entspannung

Lasse soweit möglich alle Muskulatur und Körperregionen los. Nutze nur die für die aktuelle Bewegung erforderliche Muskulatur. Halte deinen Fokus auf Entspannung und Loslassen in all den nicht benötigten Körperstellen. So werden deine Bewegungen geschmeidig und locker. Gleichzeitig lösen sich Verfilzungen im faszialen Gewebe. Sei weich und nachgiebig.


Druck

Nimm den Druck auf dem Boden wahr. Betrachte den Kontakt mit dem Boden über die Schwerkraft als Massage. Lasse zu dass deine Muskulatur sich löst. Vielleicht magst du sogar über bestimmte Stellen ein paar mal hin und her rollen. Ich geniesse jeweils diesen "Entspannungsschmerz" wenn der Druck die Verspannungen löst und verweile mit tiefem Atem an den schmerzenden Stellen.


Bewusstsein

Nimm das gesamte Erleben des Körpers wahr und versuche dich ganz in das empfinden hineinzugeben. Verbinde dein Bewusstsein voll mit deiner Empfindung und komme ganz ins jetzt. Fülle deinen ganzen Geist mit der Empfindung. Es wird im Moment der Übung keinen Platz für andere Gedanken mehr geben.


Dynamik

Du kannst natürlich auch ganz andere Bewegungsformen aus diesen Übungen frei ableiten. Einfach so wie du intuitiv das Bedürfnis verspürst. Es geht auch darum dein Bewusstsein darin zu schulen ganz im Moment intuitiv wahr zu nehmen was es jetzt gerade braucht.


Im Taiji wird dieser Zustand im Bewusstsein "deep mind" genannt. Im Zen kennt man ihn als "satori". Im Budhismus "samadhi". Im Christentum "illumination". Ich nenne es einfach "Sein".

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